90er Hits – Dance & Electro A Night to remember

Beim Durchstöbern von Youtube stößt man ja auf so manche Hits vergangener Tage. Als ich gerade zufällig auf U96’s A Night to Remember gestoßen war, kam doch so manche Dance Hits der Hits 90er hoch – Grund genug an einige dieser Dance-Electro-Whatever-Songs zu erinnern. Die Reihenfolge der Songs ist mehr oder weniger zufällig, auf jeden Fall geht es um Songs, die das Jahrzehnt in Sachen Dance-Musik aus meiner, wenngleich subjektiven, persönlichen Sicht ein Stück weit geprägt haben.

90er Songs in der Übersicht

  1. U96 – A night to remember
  2. Nomansland – 7 Seconds
  3. ATB – Never let you go
  4. DJ Sakin and Friends – Nomansland
  5. Marusha – Somewhere over the Rainbow
  6. Robert Miles – Children
  7. Daft Punk – Rock’n Roll
  8. Da Hool – meet her at the Loveparade
  9. RMB – Spring
  10. Scooter – Hyper Hyper

Los geht’s mit Alex Christensen – A night to remember:

1. U96 – A night to remember


U 96 – A night to remember (1996)

Wer zu Beginn der 90er etwas für elektronische Musik übrig hatte und sich auch gern mal den Gelüsten kommerzieller Charts hingab, kam um Alex‘ Projekt U96 wohl nicht herum. Einer seiner, wenngleich recht ähnlich gestrickten, Songs war A night to remember. Nichtsdestotrotz ein schönes Stück 90s Dance-Kultur. Geht ins Ohr und kann selbst mit ein paar simplen Loops nachwievor überzeugen.

2. Nomansland – 7 Seconds

Ein wohl nicht jedem geläufiger Hit aus den 90ern ist Nomansland mit 7 Seconds. Wenn ich den Titel heute ca. 15 Jahre später (aus dem Jahr 1996) fühlt man sich schon ein wenig an die ganzen Dream Dance & Gedöhns Compilations erinnert. Trotzdem, ein klasse Song um das Feeling der 90er aufleben zu lassen. Ein wenig im DJ Quicksilver (wenn denn so sein Name war) Style und ein paar verspielte Tunes fertig ist ein State of the Art in Sachen Dance im Jahr 1996 (lol;)

https://www.youtube.com/watch?v=IL_fMZjGGpA
Nomansland – 7 Seconds (1996)

3. ATB – Never let you go

Um ATB, alias Andreas Tanneberg, kam in den 90ern wohl kaum einer umher. Er traf den Zeitgeist und so gut wie jeder Song von ihm schaffte es in die Dance-Charts und auf diverse Compilations in dieser Zeit.

Wenn ich mir gerade seine Diskografie anschaue, wundert es mich doch ein wenig, dass er erst ab 1998 chartstechnische Erfolge verzeichnen konnte, ich meinte er sei schon früher oben auf gewesen, aber gut, 1998 schaffte er es mit 9pm till I come zum ersten Mal in die Charts. Hier ist einer seiner Werkte – Never let you go:

ATB – Never let you go

Nachtrag: Wie ich gerade sehe ist der Titel nicht aus den 90ern, sondern aus dem Jahr 2001, Mea culpa – dennoch passt ATB mit seinem Style dazu, und soll der Liste der 10 erhalten bleiben ;.

4. DJ Sakin and Friends – Nomansland

Ein Song der schon von diversen Interpreten gecovert wurde, und mir zum ersten Mal auf einer Dream Dance Compilation unter gekommen war, ist der David’s Song. Ein zeitloses und episches Musikstück, das im Original die Titelmusik zu dem ZDF Spielfilm „Die Abenteuer des David Balfour“ in den 70ern (1978) war.

DJ Sakin, wie auch unterem die Kelly Familiy, haben sich das Theme schon zu eigen gemacht, da es hier um die 90er geht, so vom Sakin die Version mit aufgeführt werden. Ein Song der träumen lässt. Im Original wirkt der David’s Song mit seiner keltischen Melancholie noch weitaus epischer und ist für mich ein zeitloses Stück der Musikgeschichte – ein Must für jeden Musikkenner. Hier das Musikvideo von DJ Sakin & Friends – Nomansland alias David’s Song:


DJ Sakin – Nomansland (1999)

5. Marusha – Somewhere over the Rainbow

Nun wird es Zeit auch mal von Anfang der 90er rauszusuchen. Los geht’s mit Marusha – Somewhere over the Rainbow. Wenn ich mir den Titel heute anhöre wirkt er schon ein wenig stupide, egal, diese Art Musik war der ersten Kontakt mit elektronischer Musik für mich, von daher verbinde ich auch Erinnerungen damit. Sicherlich mag man geteilter Meinung sein, ob man Somewhere over the Rainbow, welches im Original in den 1930er Jahren komponiert wurde, so ‚verschandeln‘ darf, aber Marusha prägte damit zumindest in Deutschland das Bild des (kommerziellen) Techno und machte den Titel damit bekannt.

Auf eine gewisse Art ist Marusha’s ‚Interpretation‘ (eigentlich kein passender Begriff in dem Kontext:) die Art von kommerzieller elektronischer Musik zu Beginn der 90er, wie es wohl jedem neuen Genre geht – es wird experimentiert und gemashupt um etwas Neues entstehen zu lassen. Okay, genug gefaselt, hier das Musikvideo zu Somewhere over the reinbow:


Marusha – Somewhere over the Rainbow (1994)

6. Robert Miles – Children

Wie schon zu erkennen, ist dieses Sammelsurium der 90er ziemlich Dream Dance lastig. Geburtstunde des Dream Dance, zumindest aus meiner subjektiven Erinnerung war mit Robert Miles – Children. Der Song stammt aus dem Jahr 1994 und ist selbst nach einer Recherche bei Youtube im Original nicht mehr auffindbar.

Robert Miles veröffentlichte in diesem Jahr sein Album Dreamland, welches quasi die Geburtsstunde eines eigenen Genres war. Besonders spannend fand ich damals, dass er sich quasi Samples aus dem echten Leben genommen hat und diese dann mit Hilfe von diverser Tools zueigen machte und so beispielsweise auch Kinder beim Spielenaufgenommen hatte und daraus die Single „Children“ entstand.

Wie beschrieben, geistert das Original Musikvideo leider nicht bei Youtube rum, dafür ist es wohl zu alt. Ich weiß nur noch, dass dieses Musikvideo eine Autofahrt zeigte, in dem ein Kind aus dem Auto in Landschaft schaute und die vorbeiziehenden Eindrücke mit dem Song untermalt waren. Wie sentimental. Okay, hier eine, wie ich meine leicht abgewandelte Version, welche im Original etwas smoother klang: Robert Miles mit Children.


Robert Miles – Children

7. Daft Punk – Rock’n Roll

Zeit das Tempo etwas anzuziehen, als ich zu Beginn mit dem Schreiben des Postings begann, war ich noch etwas euphorischer, was das Verfassen angeht, nun merke ich, dass es doch etwas aufwendiger ist als gedacht. So dann, im Folgenden noch 3 weitere Musiktitel, bei denen ich versuche mit etwas kürzer zu fassen. Dies wird mir beim nächsten Titel schon ein wenig schwieriger fallen, weil er meine persönliche Musikgeschichte wie kein anderer geprägt hat – die Rede ist von Daft Punk’s Rock’n Roll.

Zu diesem Kapitel muss ich in einem späteren Beitrag nochmal ausführlicher werden. Das Album Homework von Daft Punk erschien im Jahr 1997 und war seiner Zeit weit voraus – ein episches Werk elektronischer Musikgeschichte, das in jede Elektro-Sammlung der 90er gehört. Ohne viel Worte zu verlieren, hier ist Daft Punk mit seiner minimalistischen Electro-Hymne Rock’n Roll:


Daft Punk – Rock’n Roll (1997)

8. Da Hool – meet her at the Loveparade

Anfangs konnte ich mich mit dem Namen des Interpreten nicht so recht anfreunden, da es doch recht negative Assoziationen hervorruft, nichtsdestotrotz war der Song Meet her at the Loveparade im Sommer 1997 ganz oben auf meiner Playlist. Ein simpler und nach vorn gehender Electro-Track eben:


Da Hool – meet her at the Loveparade (1997)

9. RMB – Spring

Ein heute noch zeitloser Trance-Track ist RMB’s Spring. Ich höre den Song heute wohl zum ersten mal wieder seit einigen Jahren und muss sagen, dass er nach wie vor ziemlich nach vorn geht. Der Titel wurde 1996 veröffentlicht. Das Musikvideo lässt sich leider nicht via Youtube einbetten. Hier der Link zu Youtube: RMB Spring.

An dieser Stelle vielleicht nochmal der Hinweis zu Youtube: Die Musik-Videos bei Youtube haben leider kein all zu langes Haltbarkeitsdatum. Selbstverständlich würde ich dies aus Sicht der Plattenindustrie nicht anders handhaben. ABER, im Gegenzug, da jede Publikation (jeder Blogpost) kostenlose Werbung für das jeweilige Label / den Artist ist, würde ich in deren Position doch Alternativen anbieten, einbetten von Werbung, wenn es via den Plattenlabels bei Youtube oder auch über eigene Kanäle Public gemacht werden würde, wäre ja problemlos möglich.

Aktuell sind alle Videos verfügbar, ich gehe aber jetzt schon davon aus, dass einige in naher Zukunft nicht mehr da sein werden, deshalb auch unterhalb des jeweiligen Songs ein Amazon/iTunes Link. [In eigener Sache: Liebe Plattenindustrie, wacht auf und macht was aus euren Ressourcen. Einbetten muss nicht zwangsläufig negativ assoziert sein, es sind kostenlose Werbekanäle und ihr habt Millionen an (kostenlosen) freien Mitarbeitern. Aber gut, war nur ein Notiz für mich selbst, die Zahnräder der Konzerne mahlen nur langsam.

##sorry für’s Offtopic – ein in-media-res Beitrag eben##

10. Scooter

Last but not least, einer der wohl am längsten Totgesagten, und von vielen gehasst und geliebten Künstler der elektronischen Musik (ja, Wikipedia bezeichnet den Stil von Scooter doch tatsächlich als elektronische Tanzmusik / Eurodance, wie süß): Scooter.

Ich habe lange überlegt, welcher 90s Track von Scooter denn nun hier mit erscheinen soll, und ich habe mich schlussendlich für Hyper Hyper entschieden, dem Prototypen des Scooterischen und wohl auch pogomäßig anmutenden Genres der elektronischen Tanzmusik. Zu dem Titel gibt’s nicht viel zu sagen, man kann ihn hassen oder lieben. Auf jeden Fall ein Stück zum Abrunden der 90er Runde in Sachen elektronischer Musik.


Scooter – Hyper Hyper (1994)

So, eine gesellige Runde in Sachen Dance Hits der 90er geht zu Ende. Wenngleich die Auswahl recht subjektiver Natur ist, ist sie doch ein Potpourie von dem was in Sachen elektronischer Musik zwischen 1990 und 1999 so ging. Schließlich war dieses Jahrzehnt die Geburtsstunde dieser Musikrichtung und verdient aus meiner Sicht diese kleine Widmung mit ein paar Szenen aus dieser Zeit. Kommentare und Ergänzungen (ich weiß, die Liste könnte endlos fortgesetzt werden) sind unten in den Kommentaren herzlich willkommen.

Viel Spaß beim Anhören und bei den sentimentalen Erinnerungen, für diejenigen, die diese Zeit noch gut in Erinnerung haben. So far so good. ;

Hier nochmal alle Songs als Playlist zum Nachhören als MP3 bei Amazon – meine persönliche 90er Liste

Ein Gedanke zu „90er Hits – Dance & Electro A Night to remember

  1. Berbell

    Suche ein Lied wo ein Mann immer „Dance with me“ singt und da gibt es auch ein Rap zwischendurch. Elastische stimme. ca 4 min.

    Antworten

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